Logo Universität
HOME
ÜBER UNS
MITARBEITER
FORSCHUNG
LEHRE
VORLESUNGEN
DIPLOMARBEITEN
Platz
ALLGEMEINES
KOOPERATIONEN
DOWNLOADS
Linie
Linie
Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik
leer leer
Promotionen
 
leer Bluedot   Herstellung und Untersuchung eines kollagenen Knorpelersatzmaterials aus porcinen Menisken
    Linie
leer  


Ludwig Körber
Dipl.-Biol.
Studium: Biologie, FAU Erlangen-Nürnberg
Tätigkeit: Doktorand


Speziell Meniskusverletzungen, welche auch immer häufiger bei jungen Leuten zu den häufigsten Folgen von Freizeit-, Sport- und Arbeitsverletzungen gehören stellen besondere wissenschaftliche und medizinische Herausforderungen dar. Jährlich werden in Europa mehr als 400.000, in den USA sogar über 600.000 chirurgische Eingriffe am Meniskus durchgeführt. Die Menisken sind halbmondförmige, im Querschnitt keilförmige, faserknorpelige Gewebe, welche zwischen den Femurkondylen und dem Tibiaplateau im lateralen und medialen Kompartiment des Kniegelenks liegen. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Kraftverteilung und -übertragung, Stabilisation, Dämpfung sowie beim Schutz des artikulären Knorpels in den Kniegelenken. Wie alle Knorpelgewebe weist auch der Meniskus kein bzw. nur ein sehr geringes intrinsisches Regenerationsvermögen auf.
Trotz eines steten chirurgischen Fortschritts gilt bei Meniskusverletzungen die arthroskopische partielle Meniskektomie als Goldstandard. Als Folge von Meniskektomien entstehen durch direkten Knorpel-auf-Knorpelkontakt des Gelenkknorpels konsekutiv degenerative Veränderungen des Gelenkknorpels mit fortschreitender Osteoarthritis. Gerade bei jungen Patienten ist somit ohne adäquates Meniskusersatzmaterial die Notwendigkeit eines künstlichen Kniegelenkes abzusehen.
Verschiedenste Ersatzmaterialien, wie frische und konservierte allogene Spendergewebe, synthetische und biologische Polymere, Hydrogele, trägermaterialfreie Implantate, hergestellt durch Selbstorganisation geeigneter Zellen, Komponenten extrazellulärer Matrix sowie gewebebasierte Materialien wurden bisher untersucht Bis heute ist noch keine zufriedenstellende, geschweige denn optimale Behandlung von Meniskusschäden möglich und eine degenerative Veränderung im Kniegelenk nach Meniskusverletzung kann nach wie vor kaum verhindert werden. Eine sinnvolle Alternative könnten dezellularisierte Kollagenmatrices aus porcinem Meniskusgewebe, hergestellt durch ein neuartiges, nasschemisches Verfahren, sein. Derartige Kollagenmatrices würden bei sehr guter Plastizität über sehr gute mechanische Eigenschaften verfügen und für Zelladhäsion, -migration und -differenzierung optimale Bedingungen bieten, entscheidende Parameter für eine erfolgreiche Gewebeintegration. Durch eine vollständige Revitalisierbarkeit dieser Kollagenmatrices sollte langfristig die Möglichkeit der Resorption und des dauerhaften Ersatzes mit körpereigenem Gewebe gegeben sein.
Die im Rahmen dieser Arbeit hergestellte Kollagenmatrix bietet für einen langfristig erfolgreichen Ersatz von Meniskusgewebe essentielle Eigenschaften, indem Zellen und Zellbestandteile und nicht kollagene Gewebebestandteile unter Erhalt der natürlichen 3D Gewebestruktur aus dem Meniskusgewebe entfernt wurden. Wie alle Untersuchungen zeigen, besitzt die Kollagenmatrix in vitro sehr gute chondrokonduktive Eigenschaften und eine ausgezeichnete biologische Verträglichkeit. Daher bietet sich die Kollagenmatrix als vielversprechende Alternative zu bisherigen Ersatzmaterialien an.

   
leerNativer Meniskus gegen
	  Meniskusbioimplantat


 

   
leer.....


 

    top